Die Serie „TIMESHIFT“ untersucht fotografisch die visuelle Struktur technologischer Systeme. Ausgangspunkt sind komplexe Anlagen, Maschinen und technische Räume, deren hohe Dichte und Präzision eine eigenständige Bildsprache erzeugen.
Im Zentrum stehen nicht Funktion oder Dokumentation im klassischen Sinne, sondern die formale und räumliche Organisation von Technik. Durch Verdichtung, Überlagerung und Rhythmus entstehen Bilder, die technische Prozesse als visuelle Systeme erfahrbar machen.
Der Einsatz von Mehrfachbelichtungen – einer klassischen fotografischen Technik – dient dabei als zentrales Mittel. Bewegungen, Abläufe und Energie werden im Bild gebündelt und in eine neue, verdichtete Form überführt.
„TIMESHIFT“ versteht sich als persönliche Interpretation und zugleich als Hommage an die Technologie am Beginn des 3. Jahrtausends. Die Serie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen fotografischer Tradition und zeitgenössischer High-Tech-Welt und reflektiert die visuelle Wahrnehmung von Technologie im Wandel.